Grundsätzliches: Der Imperial der POS-Automatenbau GmbH wurde erstmals auf der VIII. Frankfurter Automaten-Messe 1953 vorgestellt. Der Automat hat eine ansprechende Optik und auf den ersten Blick könnte man vermuten, dass es sich um ein Drei-Scheiben-Gerät mit zusätzlichem Schleuderspiel handelt. Nur wenig Aufklärung erhält man bei der Vorstellung im „Automatenmarkt” 10/1953 als Bildunterschrift: „IMPERIAL” (POS, Düsseldorf), Dreiwalzenmaschine mit Unterhaltung".

Währung/Einwurfmöglichkeit: 0,10 DM
Spielpreis: 10 Pfg.
Spielverlauf: Bescheibung aus dem Verkaufprospekt: Nach Einwurf eines Groschens erfolgt automatische Einschaltung des Gerätes (grünes Licht). Die drei Scheiben beginnen zu laufen und bleiben nach bestimmten Zeitabständen automatisch stehen. lm dem Augenblick, wo eine Scheibe steht, und die gezeigte Zahl dem Spieler nicht zusagt, kann mittels des zugeordneten Spielfeldes, die stehende Scheibe wieder in Gang gebracht werden. Diese in Gang gebrachte Scheibe wird dann wieder automatisch gestoppt. Es liegt in der Hand des Spielers, die auf dem GewinnpIan verzeichneten Gewinne herauszuspielen. Solange die gelbe Lampe aufleuchtet, ist das Spielfeld eingeschaltet. Nach dem Erlöschen der gelben Lampe ist das Spiel aus, das heißt, im Gewinnfälle wird erst der Gewinn ausgezahlt, und dann schaltet sich das Gerät aus.

Die Schleudermarke wird mit dem aufleuchten des gelben Lichtes unter der zweiten Scheibe freigegeben. Jetzt kann der Spieler versuchen die Schleudermarke auf die Felder 1 bis 3 zu plazieren, damit die obige Scheibe neu anläuft für die verbleibende Restspielzeit. Ein gezielter Treffer ist fast unmöglich, man kann froh sein überhaupt einen Treffer zu landen. Für das Spielergebnis hat das Schleuderspiel fast keinen Einfluss.

Noch merkwürdiger ist ein Vergleich Gewinnplan zur Beschriftung der drei Spielscheiben. Die Gewinnermittlung erfolgt nur über die ersten beiden Scheiben, da auf der dritten Scheibe keine Ziffer 6 vorhanden ist, hat die Stopposition keinen Einfluss mehr auf den Gewinnfall. Im Prinzip ist das Spiel nachdem Stop der ersten beiden Scheiben entschieden. Der Imperial entspricht nicht zu 100% dem Zulassungsbedingungen von mindestens 15s Spieldauer und Unterhaltung.
Innenleben/Technik: Der Imperial verfügt über eine klassische 3 Scheibenmaschine von POS mit Nockwalze und Standardantrieb. Verwendet wurden handelsübliche elektromechnische Bauteile. Der Aufbau erfolgte direkt auf den Holzteilen.

Blick auf die Rückseite der Maschine: 1 - Antriebmotor mit Getriebe, 2 - Nockenwalze zur Steuerung der Kontakte, 3 - Gestänge zur Leerung Münzprüfer, 4 - Gestänge zur Aktivierung Schleudermünze, 5 - Kontakte Schleuderspiel

Erscheinungsjahr: 1953
persönliche Meinung: Sehr gute optische Gestaltung auch heute noch ein "Hingucker", das Schleuderspiel dient mehr zur Unterhaltung (man hat ungefähr 3-4 Versuche pro Spiel), heute nur noch selten im guten Zustand zu finden, entsprechend groß ist der Aufwand für eine Restauration
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